
Stresshormone
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Das Gehirn ist das zentrale Organ des Wahrnehmens, Denkens und Fühlens. Und damit Sitz all jener Fähigkeiten, die das Menschsein ausmachen. Das gilt auch für Stress.
Die komplexen Prozesse, die Stress erzeugen, laufen mit enormer Geschwindigkeit und daher vielfach unbewusst ab. Welche Gehirn-
strukturen und Signalüberträger (Nervenbotenstoffe) zwischen den Nervenzellen beteiligt sind, ist Gegenstand zahlreicher Forschungen.
Winzige Nervenbotenstoffe werden von speziellen Orten im Gehirn an die Blutbahn abgegeben, flitzen von einer Nervenzelle zur anderen, übertragen und verarbeiten ständig Informationen. In allen Stress-
situationen sind in erster Linie jene Nervenzellen (Neuronen) hoch aktiv, die die Stresshormone
als Botenstoffe benutzen. Die Neuronen, die Noradrenalin als Botenstoff benutzen, stehen zu mindestens einem Drittel aller Nervenzellen des Gehirns in Kontakt. Je aktiver diese Zellen sind, umso mehr Noradrenalin produzieren sie. Parallel dazu wird der Körper mit Cortisol geflutet, einem weiteren, im Nebennierenmark gebildeten Stresshormon, das z.B. bei einer Infektion, einem akuten seelischen Trauma oder chronischem Stress freigesetzt wird.
Eines der ersten Hormone, das aktiv wird, hat den kaum aussprechbaren Namen Corticotropin-freisetzendes Hormon, kurz: CRH. Es wird im Gehirn im Limbischen System aktiviert, das sind Hirnstrukturen, die unsere Gefühle, Instinkte und Gedächtnisfunktionen steuern. CRH wiederum regt die Cortisolproduktion an.
Bei kurzzeitigem Stress sind Adrenalin und Noradrenalin beteiligt, bei chronischem Stress ändern sich die psychosomatischen Reaktions-
muster und andere Stresshormone, beispielsweise Cortisol, werden ausgeschüttet.
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
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