
Behandlungsziele
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Das Ziel jeder Demenzbehandlung muss es sein, dem Patienten noch eine gute Zeit zu verschaffen.
Sozialer Rückzug, Feindseligkeit, grundlose Erregung, Ruhelosigkeit oder ein gestörter Schlaf- Wach-Rhythmus sind typische Symptome einer Demenz und können schon Jahre vor der eigentlichen Diagnose auftreten. Diese wiederum wird nach einer intensiven körperlichen und mentalen Untersuchung gestellt. Das Ziel jeder Demenzbehandlung muss es sein, dem Patienten noch eine gute Zeit zu verschaffen. Mit nichtmedikamentösen Maßnahmen wie der Ergotherapie (Beschäftigungs-
therapie), der Musik-, Bewegungs-, Mal- oder Milieutherapie geht es immer darum,
„Das Wichtigste sind Liebe und Respekt…“, so Jabu Mngoma, die in Südafrika in einem Township bei Durban lebt und ihre 86-jährige Tante pflegt.1
„… und auf das zu achten, was der Kranke erlebt, solange er nicht leidet“, so Dr. Jens Bruder, Neurologe und Gerontologe in Norderstedt bei Hamburg. Leide er unter seinem Zustand, müsse er häufig beruhigt werden. Medikamente würden eingesetzt, bei denen es dann darum gehe, dem Patienten die Angst zu nehmen.2
Bei der medikamentösen Alzheimer-Therapie gibt es das Medikament bisher nicht. Auf dem Internationalen Alzheimer Kongress 2006 in Berlin verwies Professor Alexander Kurz, Leiter des Zentrums für Kognitive Störungen der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Münchner Klinikums rechts der Isar, deshalb auf eine Medikamentengruppe, die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) als wirksam bei den Symptomen eingestuft wurde: Mit den unaussprechlichen Acetylcholinesterase-Hemmern versucht man den Mangel am Botenstoff Acetylcholin auszugleichen oder das vorhandene Acetylcholin besser zu nutzen.
„Bis zu ursächlich wirksamen Medikamenten ist es noch ein weiter Weg“, betonte auf dem gleichen Kongress Professor Konrad Beyreuther, Heidelberg. Für wirksame Medikamente wird heute weltweit mit 28 Substanzen geforscht. Ein vielversprechender Ansatz ist die Immun-
therapie. Hierfür werden, wie Professor Christoph Hock aus Zürich berichtete, Antikörper entwickelt, welche die für Alzheimer typischen Eiweißablagerungen abbauen. „Die Herausforderung besteht darin, Medikamente zu entwickeln, die sowohl wirksam als auch sicher sind“, so Hock. „Dies kann noch acht bis zehn Jahre dauern.“
Solange muss die Versorgung der Demenzpatienten mit den heutigen Mitteln im Zentrum stehen. Die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein, sieht hier noch Reserven und formuliert drei Ziele.
Diese Ziele sind ebenfalls Bestandteil des Leuchtturmprojekts Demenz, mit dem das Bundesgesundheitsministerium seit September 2007 Wissenschaftler und Praktiker aus der Versorgung dazu aufruft, in der Prävention, Forschung, Diagnose und Therapie sowie Versorgung wichtige Projekte zu identifizieren und diese weiterzuentwickeln.
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1 22. Internationaler Alzheimer Kongress, 12.10.2006, Berlin
2 Werner Loosen: Beratungsstelle für Ältere und deren
Angehörige. Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 02/2005,
S. 29-31
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
Demenz ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die ihre Opfer nach und nach aller intellektuellen Fähigkeiten beraubt.
MehrIch möchte mich Ihnen vorstellen, weil ich im Jahre 2010 siebzig sein werde und dann vielleicht eine Ihrer Patientinnen bin. Da es mir dann vielleicht nicht mehr möglich ist, meine Wünsche auszudrücken, möchte ich Ihnen bereits jetzt erklären, wie ich als Langzeitpatientin behandelt werden möchte.
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