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Gesundheit ist ...

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Gesundheit ist für jeden etwas anderes

Die Ansichten darüber, welche Bedingungen über Gesundheit und Krankheit entscheiden, sind höchst unterschiedlich.

Die persönliche Sichtweise entscheidet zu einem großen Teil darüber, ob jemand für Verhaltensänderungen aufgeschlossen ist oder nicht. So werden Menschen, die davon überzeugt sind, dass Gesundheit überwiegend „eine Frage der Gene“ ist, sich kaum von Maßnahmen ansprechen lassen. Einige Forscher haben sich intensiv mit Fragen zum Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsverhalten beschäftigt. Das Spektrum an Vorstellungen ist insgesamt sehr groß. Die zehn häufigsten Aussagen lauten1:

Gesundheit ist Schicksal:

“Da kann man halt nichts machen!“

Gesundheit ist Folge von biologischen Prozessen:

“Das Übel war sein Bluthochdruck.“

Gesundheit ist Folge von Umwelteinflüssen:

“Wir haben ja so schlechte Luft hier in der Gegend.“

Risikofaktoren-Theorie der Gesundheit:

“Sein Husten kommt vom Rauchen.“

Bewegungstheorie der Gesundheit:

“Bewegung hält fit.“

Ernährungstheorie der Gesundheit:

„Jeden Morgen ein Apfel und abends ein Gläschen Wein, das hält Leib und Seele zusammen.“

Gesundheit als Folge von Arbeitsbelastungen:

„Die Arbeit hat ihn kaputt gemacht.“

Theorie der Regeneration:

„Wenn ich meinen Mittagsschlaf nicht habe, ist das sehr schlecht.“

Bewältigungstheorie der Gesundheit:

„Ich pack´ es.“

Psychosomatische Theorie der Gesundheit:

„Dies Lächeln hat sie jung erhalten.“

Vielleicht haben Sie sich in einer der Aussagen wiedergefunden. Möglich, dass Gesundheit etwas ganz anderes für Sie ist. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben sich auch in der Wissenschaft verschiedene Definitionen entwickelt, die vor allem gemeinsam haben, dass sie Gesundheit positiv definieren.

 

Bild zum Thema Prävention, Verhalten ändern, Gesundheit

(photocase.com © maiklage)

Die wichtigsten Faktoren für ein gesundes langes Leben

Der Begriff „positive Gesundheit“ beinhaltet Faktoren wie Lebensqualität, Handlungsfähigkeit, Emotionale Kompetenz, Rollenkompetenz und die Möglichkeit, sein vorhandenes Potenzial gleichzeitig zu erfüllen und zu erweitern. Außerdem:

  • Eine qualitativ hochwertige, vielseitige, ausgewogene Ernährung.
  • Körperliche und mentale Fitness durch Bewegung.
  • Keine „Genussgifte“: nicht rauchen, wenig bis kein Alkohol.
  • Optimale Hirndurchblutung.
  • Genügend Schlaf.
  • Eine Balance zwischen An- und Entspannung durch Stressbewältigung.
  • Seelisch-soziale Gesundheit durch Selbstwertgefühl, Lebensfreude und Emotionaler Kompetenz. Das ist unter anderem die Fähigkeit, mit eigenen negativen Gefühlen und denen anderer umgehen können.

 

____________________

1 Waller von Kohlhammer, H.: Gesundheitswissenschaft. Eine
   Einführung in Grundlagen und Praxis. Kohlhammer Verlag, 2006

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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