
Verhalten ändern in fünf Phasen
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Der Weg zum Ziel bleibt eine Reise, die aus verschiedenen Phasen2 besteht:
„Ich will so bleiben, wie ich bin: Entspannung ist nichts für mich; in unserer Familie sind alle dick; mein Großvater ist mit 40 Zigaretten täglich auch 90 geworden …“
„Ich weiß, dass ich was für meine Gesundheit tun muss, aber wann denn das noch? Wobei – ich hab da neulich eine interessante Gesundheitssendung im TV gesehen …“
Vom Müssen zum Können: „Ich kann selbst etwas an meiner Lebensweise ändern! Niemand zwingt mich. Ich traue es mir wirklich zu, auch wenn es Überwindung und Mehraufwand bedeutet. Ich besiege meinen inneren Schweinehund!“
Merke: Je stärker die Motivation, umso wahrscheinlicher die Verhaltensänderung.
„Ich setze mir klare und erreichbare Ziele und berücksichtige gleichzeitig die Hindernisse. Ich kann das Ziel ´Gesünder leben` nur erreichen, wenn ich wirklich vom Sinn des Ganzen überzeugt bin und die Bedingungen dafür aus eigenem Antrieb schaffe. Ich habe mir schon mal ein Kochbuch zur Vollwerternährung gekauft“.
In kleinen und realistischen Schritten: „Ich bestimme das Tempo selbst und belohne mich mit etwas Schönem, wenn ich drei Tage nicht geraucht habe.“
„Wenn ich mal ins alte Muster zurückfalle, ist das nicht tragisch. Das passiert fast jedem. Wichtig ist nur der Umgang damit. Dann fange ich eben wieder von vorn an. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche!“
Nach Erkenntnissen der Gesundheitsverhaltensforschung muss jeder Mensch diese Phasen durchlaufen, wenn er sich persönlich entwickeln will. Die Reise ist hochspannend, wenn Therapeuten und Patienten sich gemeinsam aufmachen – und der Therapeut sich als einfühlsamer Partner zeigt, der genauso mit dem Leben ringt wie sein Patient. Sowohl im Einzelcoaching als auch in Gruppentrainings lernen Patienten auf diese Weise, unabhängig zu werden, Verantwortung für sich zu übernehmen und die Lebensqualität zu steigern, ohne andere dabei zu vergessen.
Manche Trainer setzen – vor allem im Management – bei Veränderungsprozessen auf die Weisheiten der Samurai. In den Kampfkünsten der Samurai gibt es drei Säulen: Professionalität in den Fähigkeiten und Fertigkeiten, in der Konzentration und Kraft, bei Bewusstsein und Achtsamkeit.
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2 Nach Prochaska und di Clemente: Das Stadienmodell der
Motivation zur Gesundheitsverhaltensänderung
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Zuletzt geändert: 20.10.2008