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Verhalten ändern

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Bild zum Thema Prävention, Verhalten ändern

(photocase.com © Mister QM)

Verhalten ändern: Nichts ist schwieriger

Was ist Gesundheit für Sie? Die Abwesenheit von Krankheit? Ein Reservoir an körperlicher Energie und Stärke? Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit? Vielleicht haben Sie Ihre Gesundheit bisher auch einfach als gegeben hingenommen – bis zu dem Tag, als sie durch Krankheit verloren ging. Und jetzt sollen Sie etwas ändern. Eines tröstet Sie vielleicht: Nichts ist schwieriger als alte Gewohnheiten zu verändern.

Wer etwas verändern soll, verlässt seine bisherige Komfortzone. Dabei gehen gelernte Routinen und vertraute Rituale verloren, damit letztlich neue geschaffen werden können. Die einfachste Lösung besteht darin, nur äußerlich etwas zu ändern. Das funktioniert langfristig aber nicht. Innere Veränderung ist aufwendiger. Wer das bisherige Leben umkrempeln und neue Wege ausprobieren möchte, tritt eine Reise an – eine Reise „in 80 Tagen zu sich selbst“, im Minimum. Das erfordert Mut und Motivation. Mal ist genügend von beidem da, mal nicht. Dann jedoch ist man allzu leicht geneigt, die Ursachen in den äußeren Umständen oder im Verhalten anderer zu suchen.

Sie können davon ausgehen, dass es sich bei jedem Nichtgelingen eines Vorhabens immer um ein Zusammenspiel von äußeren Umständen und inneren, Stress erzeugenden oder verschärfenden Einstellungen handelt.

„Den eigenen Anteil wollen manche Menschen nicht wahrhaben“, sagt Prof. Gerd Kaluza, Gesundheitspsychologe in Marburg.1 Ein Grund hierfür sei, dass sie dies mit Gefühlen von Versagen und Inkompetenz verbinden, was Selbstvorwürfe auslöst. „Das ist aber ein Missverständnis“, so Prof. Kaluza. „Wer erkennt, was die eigenen Anteile sind, befreit sich aus der Abhängigkeit von äußeren Umständen, denen wir uns als hilflose Opfer ausgeliefert sehen. Diese Erkenntnis öffnet den Blick auf Entscheidungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume – und wir können trotz bestehender äußerer Belastungen für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden sorgen.“ Das liest sich leicht, passiert aber nicht einfach so.

Der Sieg wird im Kopf entschieden

Die geäußerte Bereitschaft etwas zu verändern und ein möglicherweise sogar einsichtsreiches Gespräch mit einem Arzt („Sie müssen abnehmen“. „Ja, ich weiß“) genügen nicht, um dort Veränderungen zu bewirken, wo sie zuerst stattfinden: im Kopf. Nicht von ungefähr heißt es im Sport, dass der Sieg im Kopf entschieden wird. Gemeint ist damit zweierlei:

  • Zum einen geht es um mentale Stärke und Emotionen: Es geht um das, was uns bewegt und motiviert – im Körper, in Gedanken, im Gefühl, zum Handeln. Die so genannte Emotionale Kompetenz lässt sich genauso trainieren wie körperliche Kondition, und zwar durch Kontakt zu sich selbst und zu anderen. Ein Weg ist die Meditation.
  • Zum anderen geht es um die Funktionsweisen des Gehirns: Jede neue Lernerfahrung wird in verschiedenen Hirnregionen abgespeichert. Durch regelmäßige Inputs werden so genannte seelische Landkarten (Engramme) gebildet, in denen das Wesentliche einen Platz bekommt. Die Engramme passen sich in jedem Augenblick den sich ändernden Anforderungen der Umwelt an: Neue Informationen „überschreiben“ die alten und können durch immer gleiche Inputs „festgeschrieben“ werden.

Mit anderen Worten: Nur Übung macht den Meister. Der Weg zu diesem Ziel bleibt eine Reise, die aus verschiedenen Phasen besteht.

Medmonitor kann an dieser Stelle den Therapeuten oder Trainer nicht ersetzen, da der Erfolg einer Verhaltensänderung maßgeblich von der persönlichen Begleitung und der Unterstützung durch Menschen im persönlichen Umfeld abhängt. Allerdings sind in jeder der genannten Phasen bestimmte Selbsthilfestrategien für den Erfolg hilfreich. Aus dem großen Repertoire der Hilfen zur Selbsthilfe stellt Medmonitor Ihnen einige Möglichkeiten vor.

 

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1 Kaluza, Gerd: „Stress entsteht im Kopf“, UGB-Forum 6/2005

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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