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Yoga und Autogenes Training

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Yoga und Autogenes Training: Belastungen besser steuern

Viele Menschen führen Gereiztheit und innere Unruhe, Erschöpfung, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen und Herzrasen zum Arzt. Als Lösung der Probleme schwebt ihnen ein Medikament vor. Dabei rächen sich Kopf und Körper mit solchen Signalen sehr häufig bei all jenen, die dauernd unter Strom stehen.

Zwei Klassiker unter den vielen Techniken zum Stressabbau sind Yoga und Autogenes Training.

Yoga

Viele denken bei Yoga an akrobatisch-schmerzhafte Gymnastik oder mystische Erlebnisse. Tatsächlich aber verfolgt die fast 6000 Jahre alte indische Philosophie das Ziel, durch körperliche und geistige An- und Entspannung ein innere und äußere Balance zu erreichen – und eine Lebenseinstellung zu entwickeln, mit der Stress, Spannungen, Aggressionen und Belastungen sich besser steuern lassen. Sie setzen sich bequem auf den Boden oder legen sich auf den Rücken und nehmen nacheinander verschiedene Körperhaltungen ein. Eine Übung, die im Stehen beginnt und endet, ist der Sonnengruß. Die Übungen dürfen nicht schmerzhaft sein. Alle unsere modernen gymnastischen Übungen und Entspannungsrituale, besonders das Autogene Training, haben ihre Wurzel in dieser Lehre.

Autogenes Training

Das Verfahren wurde vor rund 80 Jahren von dem Berliner Psychiater J.H.Schultz entwickelt. Es wird auch konzentrative Selbstentspannung genannt, da man durch bewusste Konzentration versucht, Nerven und Gefäße zu beeinflussen. Das Vorgehen ist ähnlich wie beim Body-Scan: Sie suchen sich einen ruhigen Ort, liegen auf einer Matte oder Decke auf dem Boden, schließen die Augen und spüren bewusst innere Vorgänge, von den Füßen bis zum Kopf. Was jetzt passiert, wurde in vielen Studien nachgewiesen:

  • Allein durch die Haltung erschlaffen die Muskeln. Dies nehmen Sie als angenehme Schwere wahr.
  • Die Hauttemperatur erhöht sich, wird als Wärme spürbar.
  • Das Schließen der Augen erleichtert es, sich auf Veränderungen einzustellen.
  • Dadurch, dass auch noch die vegetativen Nerven langsamer arbeiten und die Atmung tief und ruhig ist, verstärken sich die Entspannungsvorgänge.

Autogenes Training führt zu mehr Ruhe, Gelassenheit und Ausge-
glichenheit, Beschwerden können gelindert, Atmung und Hautdurch-
blutung bewusst gesteuert werden. Daher wird sie – allein oder kombiniert mit anderen Therapien – bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt. Einige Beispiele sind Angst, Migräne, Schlafstörungen, Depressivität, Schmerzen, Konzentrationsstörungen (auch bei Kindern), Vorsorge und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen, Reizdarm, Störungen des Bewegungsapparats, Suchtentwöhnung.

Die Grundtechniken werden am besten immer in einem Kurs erlernt.

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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