
Progressive Muskelentspannung
| Diskutieren | Register |
Von Migräne über Schlafstörungen bis zu chronischen Schmerzen: Forschungsergebnisse belegen einen positiven Einfluss bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden.
„You must relax“ hieß der Titel des ersten Buches, das der Vater der Progressiven (fortschreitenden) Muskelentspannung Anfang des vergangenen Jahrhunderts veröffentlicht hat: Der amerikanische Arzt Edmund Jacobsen hatte nach 20-jähriger Erforschung der Muskeln eine ebenso geniale wie einfach zu erlernende Methode entwickelt, die eine körperlich-seelische „Wohlspannung“ fördert. Durch einen systematischen Wechsel von Anspannen und Lockern der Muskulatur lernen Sie Muskeln zu entspannen, den Unterschied zwischen An- und Entspannung wahrzunehmen, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, Stress-Symptome zu reduzieren.
In der Rehabilitation wird Progressive Muskelentspannung (PME) bei zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Einige Beispiele: chronische Schmerzerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats und Magen-Darmtrakts, psychosomatische Beschwerden, Kopfschmerzen, Migräne, Depression, Angststörungen, Nervosität und innere Unruhe.
Die PME lässt sich als Kurzzeitentspannung jederzeit im Alltag anwenden und wegen der schnellen Wirksamkeit gut mit anderen Körperübungen (z.B. Yoga ) kombinieren. PME kann im Liegen, Sitzen und Stehen durchgeführt werden.
Beine leicht spreizen – die Füße kippen nach außen.
Arme liegen seitlich am Körper, die Hände sind entspannt und zeigen nach oben.
Füße stehen etwa hüftbreit auseinander und haben guten Kontakt zum Boden.
Unter- und Oberschenkel bilden circa einen 90-Grad-Winkel.
Handflächen ruhen auf den Oberschenkeln.
Rücken aufrecht und gleichzeitig entspannt.
Füße stehen etwa hüftbreit auseinander und haben guten Kontakt zum Boden.
Knie minimal anwinkeln, nicht durchstrecken.
Körperhaltung ist aufrecht und gleichzeitig entspannt.
Becken kippt ein wenig nach vorn.
Arme liegen seitlich am Körper, die Handflächen zeigen zur Hosennaht.
Gehen Sie die unten beschriebenen Muskelgruppen nacheinander nach folgendem Schema durch und vergessen Sie dabei das gleichmäßige tiefe Atmen nicht:
(Rechtshänder rechts, Linkshänder links): Hand zur Faust schließen, Ellenbogen etwas beugen und an den Körper drücken.
wie dominanter Arm.
Augenbrauen bei geschlossenen Augen hochziehen, Lippen zusammenpressen, Mundwinkel in Richtung Ohren ziehen.
Kinn zur Brust senken, Nacken gegen gedachte Rückenlehne pressen, Schultern zu den Ohren ziehen.
Schulterblätter leicht nach hinten zusammenziehen, Gesäß anspannen, Bauch anspannen.
Ferse gegen den Boden drücken, Vorderfuß hochziehen, Zehen zusammenkrallen.
wie dominantes Bein.
____________________
1 Kliniken Essen Mitte: Innere Medizin V, Klinik für Naturheilkunde
und Integrative Medizin – Tagesklinik Mind/Body Medicine
Zurück zu "Stress bewältigen" | Nach oben
Zuletzt geändert: 20.10.2008
„Höher, schneller, weiter, besser“ lautet das Prinzip der Dienstleistungs-
gesellschaft. Trödler und Träumer brauchen eine ziemlich dicke Haut, wenn sie ernst genommen werden wollen.
Zwar klagen viele über Erschöpfung, doch insgeheim denken die meisten: „Ein paar Tage Urlaub, und mir geht es wieder gut.“ Eine solche Verleugnung kann das Signal für einen drohenden Zusammenbruch sein.
Mehr