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(photocase.com © Niggl)
„Meditation ist nicht das, was Sie denken. Sie ist einfach, aber sie ist durchaus nicht immer leicht.“ (Jon Kabat-Zinn)
„Stellen Sie sich das einmal vor: Patienten, die in Krankenhäusern im ganzen Land auf Anraten ihrer Ärzte Yoga und Meditation praktizieren. Und manchmal sind es die Ärzte selbst, die die Anleitung geben. Oder die Ärzte nehmen an den Kursen teil und meditieren Seite an Seite mit ihren Patienten."
Der amerikanische Molekularbiologe und Stressforscher Professor Jon Kabat-Zinn beschreibt in seinem Buch Zur Besinnung kommen1, wie undenkbar es vor dreißig Jahren war, dass Meditation und Yoga eines Tages in den medizinisch-klinischen Bereich Einzug halten und breite Beachtung finden würden. „Heute“, schreibt Kabat-Zinn weiter, „ist das etwas ganz Normales und gilt nicht mehr als 'alternative Medizin', sondern einfach als gute Medizin.“
Diese Aussage gilt für die USA, nicht für Deutschland. Dennoch ist es mittlerweile auch in unserer Gesellschaft so, dass Meditation keine suspekte Beschäftigung für gewisse Randgruppen mehr ist. Im Zuge der „Wellnessisierung“ wurden Yoga, Meditation und Co. zu coolen Lifestyle-Trends.
Je nachdem, wen Sie danach fragen, was Meditation überhaupt ist oder wozu man meditiert, werden Sie eine andere Antwort erhalten. Vielleicht lässt sich sagen: Meditation ist Nichtstun. Zumindest sieht es so aus. Oder: Meditation ist keine Technik, sondern eine Art zu sein. Für die australische Mind-Body-Trainerin Monica Linford 2 ist Meditieren „das größte Geschenk, das Sie sich überhaupt machen können. Meditation und Tiefenentspannung können nach einer gewissen Zeit (wenn Sie eines von beidem lang genug praktizieren) Ihre negativen Gewohnheiten und Emotionen auflösen und Sie von den Dingen befreien, die zu Stress, Konflikten und persönlichen Dramen in Ihrem Leben führen.“
In diesem Sinne ist Meditation eine weitere Form des Selbstgesprächs. Sie können Ihr Innerstes aufschließen und einen Bewusstseinszustand erreichen, wo geistige und körperliche Ruhe herrschen. Doch wie wir alle wissen, ist unser Geist meist unruhig und schwer zu fokussieren.
„Sei leer, sei still. Beobachte einfach, wie alles kommt und geht“. Versuchen Sie, wozu der chinesische Philosoph Laotse (6 Jh. v. Chr.) einst geraten hat. Halten Sie inne, für zwei Minuten oder fünf oder 15 oder…:
In der Meditation lernen Sie zu beobachten, wie Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen auftauchen und wieder verschwinden, ohne dass Sie sie bewerten. Sie lernen außerdem eine akzeptierende Haltung gegenüber allem, was in diesem Prozess geschieht.
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1 Kabat-Zinn, Jon: Zur Besinnung kommen. Die Weisheit der
Sinne und der Sinn de Achtsamkeit in einer aus den Fugen
geratenen Welt, Arbor Verlag, 2005
2 Linford, Monica: Fit und ausgeglichen mit der Chi-Ball-Methode,
Verlag Hermann Bauer, 2001
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
„Höher, schneller, weiter, besser“ lautet das Prinzip der Dienstleistungs-
gesellschaft. Trödler und Träumer brauchen eine ziemlich dicke Haut, wenn sie ernst genommen werden wollen.
Zwar klagen viele über Erschöpfung, doch insgeheim denken die meisten: „Ein paar Tage Urlaub, und mir geht es wieder gut.“ Eine solche Verleugnung kann das Signal für einen drohenden Zusammenbruch sein.
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