
Bewusst entspannen
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(photocase.com © madochab)
Es gibt Menschen, die Ruhe nervös macht. Das sind Menschen, die den Sonntag – den Ruhetag – nicht leben können; sie fürchten sich vor sich – sie fürchten, sich plötzlich mit sich selbst zu konfrontieren.
Jeder kann lernen, sich angstfrei zu begegnen und die belastenden Anforderungen eines komplexen Lebens positiv zu beeinflussen. Ein Weg ist ganz sicher bewusstes Entspannen. Auf der körperlichen Ebene ist damit das Lösen von Muskelspannungen und einer Beruhigung des Atems gemeint; mental das Wahrnehmen und „Weiterziehen-Lassen“ von (negativen) Gedanken oder zwanghaften Sorgen; emotional das Entwickeln einer größeren Gelassenheit, mehr Selbstakzeptanz, Konzentration und innerem Frieden.
Allerdings: Ruhe lässt sich nicht ein- und ausschalten wie ein Lichtschalter. „Wir brauchen Übergangsrituale – Handlungen, die immer wiederkehren und über die man nicht nachdenken muss, wie beispielsweise Unkraut zupfen“, so Karlheinz A. Geißler, Professor für Wirtschaftspädagogik und Zeitforscher.1
Das Ziel einer bewussten Entspannung ist nicht, immer entspannt zu sein, sondern die Entspannungsfähigkeit zu entwickeln und die Lieblings-
technik/en in den Alltag zu integrieren. Ansonsten macht der regelmäßige Wechsel zwischen An- und Entspannung ja gerade einen gesunden Lebensstil aus. Welche der Methoden, die Medmonitor Ihnen vorstellt, die für Sie richtige ist, lässt sich nur durch Experimentieren herausfinden. Zu jeder Methode existiert eine reichhaltige Literatur, mit oder ohne Hör-CD. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Eines gilt indes für alle: Je ruhiger die Umgebung ist, umso besser. Vielleicht haben Sie das eine oder andere Verfahren auch schon im Rahmen von therapeutischen Maßnahmen erlernt. Umso besser. Wichtiger als die Methode jedoch ist regelmäßiges Üben. Als optimal gelten 20 bis 30 Minuten täglich. Wenn Sie dies nicht einrichten können, versuchen Sie zumindest, sich mehrmals zwischendurch für fünf Minuten auf Ihre Atmung zu konzentrieren. Jede noch so kurze Zentrierung wirkt sich positiv aus.
Von den vielen Möglichkeiten stellen wir Ihnen einige vor:
Die Verfahren lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen2:
wie Autogenes Training, Body Scan, Meditation oder Feldenkrais lösen Entspannung über die Gedanken aus und wirken auf das vegetative Nervensystem (steuert alle Organfunktionen) und die motorische Muskulatur.
wie Progressive Muskelentspannung und Yoga wirken über bewusstes An- und Entspannen der Muskulatur auf das vegetative Nervensystem und die Gedanken.
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1 Geißler, Karheinz A.: Zeit – verweile doch… Lebensformen gegen
die Hast. Verlag Herder, 2002
2 Lifestyle-Management Programm ViLMa (Virtuelle Unternehmen
und Lifestyle-Management). Neue Formen der Integration von
Arbeit und Gesundheit, 2005. Hrsg.: Paul, A. et.al., Kliniken
Essen Mitte.
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
„Höher, schneller, weiter, besser“ lautet das Prinzip der Dienstleistungs-
gesellschaft. Trödler und Träumer brauchen eine ziemlich dicke Haut, wenn sie ernst genommen werden wollen.
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