Medmonitor_logo_print
Medizin & Gesundheit > Prävention > Lebenskompetenzen > Die vier Lebenskompetenzen

Die vier Lebenskompetenzen

Diskutieren RegisterDrucken

 

Die vier Lebenskompetenzen: Respekt und Wohlwollen

Eine die Gesundheit fördernde Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zur Natur setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Problemlösekompetenz

Gemeint ist die Fähigkeit, Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen, Lösungen in Form realisierbarer Ziele und Handlungspläne zu entwickeln. Gefördert werden Fähigkeiten zum Selbstmanagement: für sich „richtige“ Probleme definieren können; aktiv nach Lösungen suchen können; für sich „richtige“ Lösungen finden können; bei Misserfolgen eine ehrliche und sachbezogene Selbst- und Situationsanalyse durchführen können.

Die dadurch entstehenden Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen und fördern somit die körperliche und seelische Gesundheit.

Emotionale Kompetenz

Gemeint ist die Fähigkeit, mit negativen Gefühlen bei sich und anderen konstruktiv umzugehen und durch positive Gedanken und Gefühle zu ersetzen. Gefördert werden Fähigkeiten, die das Selbstwertgefühl stärken: sich aus negativen Gefühlen herausholen können; negative Gefühle durch Glücksmomente vermeiden können; anderen in negativen Stimmungslagen helfen können.

Neben psychosomatischen Erkrankungen, die in hohem Maße von verdrängten Gefühlen verursacht werden, hängen viele andere Erkrankungen mit nicht verarbeiteten Emotionen zusammen, z.B. Essstörungen, Darmerkrankungen, Asthma. Wer lernt, gut mit sich und seinen Gefühlen umzugehen, fördert seine seelische, körperliche und soziale Gesundheit.

Soziale Kompetenz

Gemeint ist die Fähigkeit, mit anderen Menschen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und persönlicher Unverletzlichkeit umzugehen. Die hierfür notwendigen Voraussetzungen kommen aus den Bereichen der Kommunikation, Kooperation, Hilfeleistung und Unterstützung: mit sich und anderen ehrlich sein können; sich kennen und annehmen können; sich ausdrücken und öffnen können; zuhören und verstehen können; konstruktive Hilfe geben und annehmen können; andere positiv beeinflussen können.

Die soziale Kompetenz baut auf Fähigkeiten in den anderen Kompetenz-
bereichen auf. Neben der Stärkung der eigenen seelischen, körperlichen und sozialen Gesundheit kann außerdem die Gesundheit anderer gefördert werden. Soziale Kompetenzen sind demnach ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Gesundheit.

Kompetenz im Umgang mit der Natur

Gemeint ist die Fähigkeit, mit der Natur und mit dem eigenen Körper respektvoll, besonnen und verantwortlich umzugehen. Das setzt bestimmte Einstellungen voraus: Der Mensch ist Teil der Natur, nicht umgekehrt; die Natur setzt Grenzen, die ich respektiere; ich muss mich nicht durch „Eroberungsakte“ beweisen; die Natur kann mir Kraft geben; die Natur braucht mich nicht, aber ich brauche die Natur; ich will die Natur schützen.

Eine Harmonie zwischen Mensch und Natur stärkt die seelische, körperliche und soziale Gesundheit. Wer diese Zusammenhänge und die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit nicht (an)erkennt, blockiert oder verlangsamt Heilungsprozesse.

 

Quellen:

Hazard, Barbara P.: Aktivierendes Competenz Training. Neue Wege der Gesundheitsförderung. Deutscher Studien Verlag, Weinheim. 1997

 

Zurück zu "Lebenskompetenzen" | Nach oben


Zuletzt geändert: 20.10.2008

Top 5 - meistgelesene Artikel

Mein Grundgesetz

Die Erkenntnis, dass Sie in Zukunft bei sich und anderen manches nicht mehr hinnehmen wollen, kann von weitreichender Bedeutung sein.

Mehr

Die vier Lebenskompetenzen

Eine die Gesundheit fördernde Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zur Natur setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Mehr