
Lebenskompetenzen
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(photocase.com © fult)
Fähigkeiten, die einen angemessenen Umgang mit anderen und die Bewältigung von Problemen im täglichen Leben möglich machen, werden als Lebenskompetenzen oder "life skills" bezeichnet.
Der Hort, in dem wir in aller Regel Energie für das Alltagsleben gewinnen, ist eine gute Verbindung zum Partner, zu Freunden, zu Menschen im Berufs- und Alltagsleben. Wie wichtig aber Momente sind, in denen wir innehalten, zeigt sich immer dann, wenn wir abseits von Aktivismus und vielen Leuten zur Ruhe kommen. Solche Momente der Stille sollten nicht mit Gefühlen wie Alleinsein oder gar Einsamkeit verbunden werden, sie dienen der Entspannung, bringen uns unbeeinflusst von Meinungen anderer ein Stück näher zu uns selbst. Die Art und Weise, ob und wie wir uns selbst beschäftigen, ob wir uns selbst mögen und akzeptieren, ist wichtig für die Gesundheit, weil viele Störungen und Erkrankungen durch negative Gefühle entstehen, aufrecht erhalten oder gefördert werden.
Wer seinem Bedürfnis nach Zurückgezogenheit von Zeit zu Zeit folgt, indem er für einige Stunden oder auch Tage die Abgeschiedenheit sucht, kann konzentriert Gedanken sammeln, an einem Problem oder einer Aufgabe arbeiten. Oder in „ruhiger Wachheit“ abwarten, bis sich Erkenntnisse von selbst einstellen. Solche Selbstgespräche können gut begleitet werden von Autogenem Training, Fasten, Yoga, Büchern, Musik. Andere malen und/oder meditieren. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Doch je ruhiger und harmonischer die Umgebung ist, umso besser. Das Ergebnis solcher Erfahrungen ist ein Mehr an Kraft und Klarheit und das wunderbare Wissen, allein sein können. Das führt auch zu reiferen Formen der Freundschaft und der Liebe.
Für Menschen, die seit längerem ohne Partner sind und dies eigentlich nicht wollen, können solche Worte wie blanker Hohn klingen. Sie haben privat alle Zeit der Welt und brauchen sich nicht zurückzuziehen, um die Reize des Alleinlebens zu erfahren. Sie leiden unter dem weit verbreiteten Mangel an „Vitamin Z“, das für Zuwendung, Zuhören, Zärtlichkeit und Zeit steht. Mit der damit verbundenen Einsamkeit können seelische Erkrankungen zunehmen. Ablehnung und Aggression, Angstzustände und Depressionen sind Ursachen dafür, dass viele Menschen sich immer mehr abkapseln.
Andererseits sind es gerade auch Beziehungen, die schwächen. Kränkungen, Konflikte, Konkurrenz, unterschiedliche Vorstellungen von Nähe und Distanz, Gefühle wie Eifersucht, Neid, Rivalität oder gar Hass können unvorstellbar unglücklich und krank machen.
Wie sehr Beziehungen belasten können, wie sehr sie aber auch stärken und stützen können, hängt zu einem wesentlichen Teil davon ab, wie wir diese leben und gestalten – auch die Beziehung zu uns selbst. Wir alle sind durch einen langen Entwicklungsprozess gegangen, der in uns ebenso liebenswerte wie schwer erträgliche Merkmale und Eigenschaften entstehen ließ. Jeder hat seine biographisch bedingte Achillesferse, jeder hat seine Muster, nach denen Verbindungen häufig ablaufen oder auch scheitern.
Insofern ist letztlich alles eine Frage der Bereitschaft zu lernen und umzudenken. Bei der Wandlung negativer Gefühle in „positives Denken“ helfen unterschiedliche Therapieformen. Den Weg zu einem neuen Gleichgewicht können ebenso eine ökologisch orientierte Ernährung und verschiedene Konzentrationsschulungen ebnen. Einstellungs- und Verhaltensänderungen können durch Erlernen oder Entfalten von Fähigkeiten erreicht werden, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Lebenskompetenzen bezeichnet werden.
Beitel, Erhard: Bochumer Gesundheitstraining. Verlag Modernes Lernen, Dortmund. 1999
Klahre, Andrea S.: Wechseljahre, ein Stück von mir. Germa Press, 1994
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
Die Erkenntnis, dass Sie in Zukunft bei sich und anderen manches nicht mehr hinnehmen wollen, kann von weitreichender Bedeutung sein.
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