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Nebenwirkungen

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Nebenwirkungen: Keine Panik

Leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder eine gerötete und geschwollene Impfstelle entstehen meist binnen 72 Stunden nach einer Impfung und zeigen, dass sich das Immunsystem mit den Impfstoffen auseinandersetzt.

Das passiert immer wieder: Morgens haben Sie sich gegen Influenza impfen lassen oder waren mit Ihrem Baby beim Kinderarzt zur Impfung und am nächsten Tag geht es Ihnen bzw. dem Kind schlecht. Zu den normalen Reaktionen, die meist innerhalb der ersten 72 Stunden nach einer Impfung entstehen, gehören Fieber bis 39,5°C, Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit oder Unruhe sowie eine heiße, gerötete und geschwollene Impfstelle. Hier helfen kühle Umschläge an der Injektionsstelle, mehr Flüssigkeit, viel Liebe und gegebenenfalls ein Fieber-/Schmerzzäpfchen. Der Spuk ist nach 24 bis 48 Stunden vorbei.

Nach einer MMR-Impfung (Mumps-Masern-Röteln) kann es eine bis vier Wochen später zu einer leichten „Impfkrankheit“ kommen, z.B. mit einem Hautausschlag (Impfmasern) und erhöhten Temperaturen. Auch hier gilt: Keine Sorge, das geht vorbei und ist nicht ansteckend.

Äußerst selten

Schwere unerwünschte Impfreaktionen sind nach Angaben der STIKO äußerst selten. Dennoch tauchen immer wieder Berichte über gravierende Reaktionen bis hin zu Hirnschäden oder plötzlichem Kindstod auf. Alle Untersuchungen belegen: Wenn keine handwerklichen Fehler des Arztes oder Impfstoffherstellers vorliegen, ist die Impfung selbst als Ursache unwahrscheinlich. Eindeutig sind jedoch zeitliche Zusammenhänge: Eine Impfung kann eine Krankheit ausbrechen lassen, die bisher unerkannt im Körper schlummerte. Das kann auch nach einer fieberhaften Erkältung geschehen.

Trotz allem: Jeder Verdacht eines gesundheitlichen Schadens, der über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgeht, muss immer ernst genommen werden. Wenn Sie nach einer Impfung ungewöhnliche Symptome bei sich oder Ihrem Kind beobachten, schalten Sie sofort einen Arzt ein. Es müssen unverzüglich differentialdiagnostische Untersuchungen durchgeführt werden. Je mehr Zeit vergeht, umso schwerer fällt es, die Ursache festzustellen.

Benachrichtigen Sie außerdem das Gesundheitsamt, denn es besteht Meldepflicht. Das Meldeformular können Sie beim Gesundheitsamt anfordern oder im Internet über das Paul-Ehrlich-Institut, das zum Bundesministerium für Gesundheit gehört: pei.de > Patienten und Verbraucher > Informationen zu  Impfstoffen und Impfungen > Meldeformulare. Bitte lesen Sie die dazu gehörigen Informationen unter dem Stichwort > Datenbank Verdachtsfälle von Impfkomplikation.

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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