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Impfungen

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Bild zum Thema Prävention, Impfungen

(photocase.com © bobby fisher)

Impfungen: Manche Infektionen haben ihren Schrecken bis heute nicht verloren

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Denn trotz aller Fortschritte in der Medizin haben manche Infektionen ihren Schrecken bis heute nicht verloren.

Das gilt unabhängig vom Alter zum Beispiel für eine Lungenentzündung (Pneumonie): Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind die Pneumonien die weltweit häufigste durch bakterielle Infektionen bedingte Todesursache. In Deutschland ist eine Lungenentzündung jenseits des 50. Lebensjahres neben den durch Grippeviren bedingten Infektionen die häufigste Infektionskrankheit. Der Grund: Mit zunehmendem Alter lassen viele wichtige Körperfunktionen nach, darunter auch die Abwehrkräfte.

Für Professor Heinz-Josef Schmitt, den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO), gibt es folglich nur drei Gründe, die sich gegen das Impfen vorbringen lassen: „Weltanschauliche, etwa wenn Anthroposophen glauben, dass Krankheit karmisch sei – also Folge menschlichen Versagens in einem früheren Leben – und daher nicht verhindert werden dürfe; das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion, das bei 1:300.000 liegt; Nebenwirkungen, die so selten sind, dass man sie mit üblichen Methoden nicht fassen kann.“ Ansonsten sei Impfschutz-
losigkeit ein Risiko für die Gesundheit.

Impfungen schützen

Mit dem ersten Atemzug nehmen wir Millionen harmloser sowie krank machender Mikroorganismen in unsere Lungen auf. Von dort aus gelangen sie auch ins Blut. Ein voll entwickeltes Immunsystem kann damit fertig werden, bei manchen Erregern ist aber selbst das machtlos: Vor allem Viren und Bakterien können gefährliche Krankheiten mit schweren Komplikationen auslösen. Dazu zählen Masern, Mumps und Keuchhusten ebenso wie Hepatitis A und B. Ein Säugling hat hier keine Chance, da er sich noch nicht selbst gegen die vielen Feinde wehren kann.

Werden Erreger abgetötet oder abgeschwächt, behalten sie trotzdem Eigenschaften, die es dem (heranreifenden) Immunsystem erlauben, sie zu erkennen und Abwehrstoffe (Antikörper bzw. spezialisierte T-Helfer-Zellen) zu bilden. Diese bieten dann einen langanhaltenden Schutz vor einer Krankheit, der je nach Erreger zwischen einigen Jahren und lebenslang anhalten kann. Den Vorgang, derart unschädlich gemachte Keime oder deren Bestandteile dem Körper zuzuführen, nennt man Impfung. Auf diese Weise lassen sich bei jedem Einzelnen, bei Risikogruppen und in großen Gemeinschaften tückische Krankheiten verhindern und deren Erreger eliminieren. So gelang durch wirksame Impfstoffe der Sieg über die Pocken, die Kinderlähmung ist nahezu ausgerottet.

Wer ausreichend geimpft wird, trägt gleichzeitig dazu bei, dass Menschen, die wegen einer akuten Krankheit gerade nicht geimpft werden können, nicht angsteckt werden. Fest steht: Ohne Impfungen würden Kinder weiterhin durch Polio gelähmt werden oder an Diphtherie ersticken.

Kurz gesagt, schützen Impfungen vor1:

  • schweren, ursächlich nicht therapierbaren Infektionskrankheiten,
  • möglichen schweren Komplikationen bei Infektionskrankheiten,
  • Komplikationen bei schweren Grundkrankheiten,
  • Infektionskrankheiten, die während der Schwangerschaft zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind führen können.

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1 Robert Koch Institut in Zusammenarbeit mit dem Statistischen
  Bundesamt: Schutzimpfungen, überarbeitete Neuauflage
  01/2004

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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