
Steckbrief Sport
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Es gibt keine Funktion im Kosmos Körper, die sich durch Aktivitäten nicht verbessern ließe.
Der Freizeitforscher Horst Opaschowski ermittelte im Jahre 2003, was Menschen zum Sport motiviert. Immerhin stand für 65 Prozent der Befragten gesundheitliche Gründe im Vordergrund, für 80 Prozent sogar der Spaß. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dieses nicht: Fast jeder zweite Deutsche treibt kaum oder gar keinen Sport. So lautet das Ergebnis einer im Oktober 2007 veröffentlichten Umfrage des Meinungs-
forschungsinstituts Forsa. Soll heißen: "In Deutschland regieren die Couch-Potatoes."1
Abgesehen davon, dass durch Bewegung der Körper straffer und geschmeidiger wird, was wiederum positiv auf Wohlbefinden, Lebensqualität und Zufriedenheit wirkt, sind auch deutlich verringerte Erkrankungsrisiken nachgewiesen – sei es für Adipositas und Typ-2-Diabetes, für Darm-, Lungen- und Brustkrebs oder Herz-Kreislauferkrankungen, degenerative Erkrankungen der Gelenke (Arthrosen) und Wirbelsäule (z.B. Bandscheibenschäden).
Logische Folge: Wir leben länger. Im Dezember 2007 wurde wieder einmal bestätigt, dass moderate Bewegung von mindestens 30 Minuten an den meisten Tagen der Woche und intensive Bewegung von mindestens 20 Minuten an wenigstens drei Tagen pro Woche das Risiko um 27 beziehungsweise 32 Prozent senkt, in den nächsten fünf Jahren zu sterben. Wer beide Programme schafft, wird mit einem Rückgang der Sterbewahrscheinlichkeit um satte 50 Prozent belohnt. Ausgewertet worden waren die Daten von immerhin 252.925 Teilnehmern.2 Wichtige Wirkungen in Kürze:
Die Sauerstoffversorgung, Leistungsfähigkeit und Selbstreinigungskraft der Lunge steigen, bei Belastung bleibt die Atmung ruhiger und tiefer.
Die Höhe des Blutdrucks wird von komplizierten Vorgängen bestimmt, die im wesentlichen vom Herzen, von Blutgefäßen, Blutvolumen, Nerven und Hormonen, von Nieren und Nebennieren beeinflusst werden. So, wie sich mit jeder Art von Bewegung dem Hochdruck vorbeugen lässt, lässt er sich auch senken.
Ein trainiertes Muskelsystem entlastet Gelenke und Wirbelsäule, beugt Verletzungen vor, erhöht die Ausdauer, verzögert/verhindert rheumatische Erkrankungen, z.B. Arthrosen, Osteoporose. Generell gilt: Schonung ist schlecht für ein Gelenk, regelmäßiges Muskeltraining entlastet auf natürliche Art Knie- und Hüftgelenke und baut gleichzeitig Übergewicht ab.
Das Herz arbeitet ökonomischer, der Ruhepuls sinkt, die roten Blutkörperchen werden elastischer, die Fließeigenschaften des Blutes besser. Außerdem: Ein auf Ausdauer trainiertes Herz bekommt mehr Sauerstoff, schlägt weniger, dafür aber kräftiger. All das trägt dazu bei, das Arteriosklerose- und letztlich Infarktrisiko (Hirn, Herz) zu senken.
Bewegung beeinflusst das Hormonsystem auf sehr unterschiedliche und vielfältige Weise. Das gilt für die Stresshormone ebenso wie für die Sexualhormone.
Infektanfälligkeit und Krebsrisiko werden durch vermehrte Durchblutung, bessere Atmung, erhöhte Muskel-und Killerzellenaktivität sowie ordentliches Schwitzen gesenkt.
Auf der Hirnleistungsebene werden langfristig die Lern-, und Leistungsfähigkeit, die Reaktions-, Orientierungs- und Entspannungs-
fähigkeit erhöht, was sich wiederum in größerem Selbstvertrauen, mehr Vitalität und seelischer Stabilität ausdrückt. Nicht von ungefähr gilt Bewegung als Grundtherapie vieler neurotischer und vegetativer Störungen, z.B. gegen Stress und allen damit verbundenen Belastungsstörungen wie Burnout, depressiven und ängstlichen Verstimmungen, Depressionen.
Nach einem Trainingsprogramm sind sinkende Triglyzerid- und Harnsäurewerte feststellbar. Ganz allgemein senkt Bewegung das LDL und erhöht das HDL. Der Glukose-Transport wird, die Insulinproduktion gedrosselt und damit der Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen und Typ-2-Diabetes verbessert.
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1"Bewegung und Gesundheit": Repräsentative Telefonumfrage bei 1000
ab 14-Jährigen deutschsprachigen Personen. Forsa, F.A.Z.-Institut,
Techniker Krankenkasse, 19.10.2007
2 Panagiotta, M. et al.: Diet and Health Study. Archives of Internal
Medicine, 167 (2007) 2461-2468
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
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