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Muskeltraining: Sieben Gründe, warum Sie Ihre Muskeln trainieren sollten

Ohne Bewegung verkümmern unsere Muskeln. Wer dagegen regelmäßig Sport treibt, ist mit 70 so fit und vital wie untrainierte 30-Jährige. Die Zusammenhänge erklärt ein Sportwissenschaftler.

Fehlbelastungen, Fehlhaltungen, Anspannungen aller Art – früher oder später reagiert die Muskulatur mit Schmerzen, Verspannungen und Verhärtungen. Muskelschmerzen und -verhärtungen sind Warnsignale des Körpers, sie entstehen, indem das Gehirn entscheidet, einen Muskel zum Schutz vor Überlastung abzuschalten. Ein Teufelskreis aus Sauer-
stoffmangel, gestörtem Stoffwechsel und erhöhter Muskelspannung entsteht, an dessen Ende die Verkürzung des Muskels steht. Der Rücken ist der beliebteste Austragungsort für solche Schauspiele.

"Gerade weil Verspannungen so tückisch sind, müssen wir den negativen Auswirkungen des Alltags ein systematisches Muskelkrafttraining entgegensetzen“, sagt Prof. Klaus Zimmermann, Sportwissenschaftler aus Zwickau, und nennt sieben Gründe, warum wir Liegestütze, Kniebeugen, Yoga, isometrische Übungen und auch Gerätetraining brauchen:

Erhalt der Muskelmasse

Sie können durchaus 40 Jahre lang 40 bleiben – zumindest in Bezug auf die Muskulatur. Diese bleibt bis ins hohe Alter elastisch, wenn man sie regelmäßig trainiert. Es gibt nichts mit vergleichbarer Wirkung.

Mehr Beweglichkeit

In reiferen Jahren reduziert eine kräftige Beinmuskulatur die Sturzgefahr und das damit verbundene Verletzungsrisiko. Auf diese Weise schaffen Sie ideale Voraussetzungen, um weiterhin wandern, Rad fahren oder gärtnern zu können.

Aufrechte Haltung

Die Muskulatur stabilisiert die Körperhaltung. Gezielte Kräftigung und Dehnung hält auch Bänder, Sehnen und Knorpel geschmeidig. So beugen Sie Haltungsfehlern und -schäden vor.

Schutz der Wirbelsäule

Je kräftiger die Muskulatur ist, umso besser puffert sie Belastungen an Wirbelsäule und Gelenken ab und schützt vor Verschleiß. Gezieltes Training kann auch bestehende Rücken- oder Kniebeschwerden deutlich mindern.

Osteoporose-Prävention

In zahlreichen Studien konnte festgestellt werden, dass mehr Muskel-
masse auch mehr Knochenmasse bedeutet. Damit verbunden sind weniger Brüche in den kleinen Wirbelkörpern der Wirbelsäule, der langen Röhrenknochen des Oberschenkelhalses und des Unterarms. Gerade diese Körperareale können vor allem in der zweiten Lebenshälfte zum Problem werden, wenn die Knochenstruktur bereits porös ist – schlimmstenfalls ähnlich porös wie ein Schwamm. Das Problem heißt Osteoporose und ist ab Fünfzig eine der häufigsten chronischen Erkrankungen.

Keine Stoffwechselstörungen

Neben der Leber ist die Muskulatur das wichtigste Stoffwechselorgan. Wer Muskeln aufbaut, baut Fett ab und verwertet sogar beim Schlafen mehr Kalorien als üblich. Beim Training selbst wird der Verbrauch um das Drei- bis Fünffache gesteigert.

Balsam für die Seele

Bewegung ist Psychotherapie im besten Sinne, da im Körper jene Botenstoffe freigesetzt werden, die entspannen und die Stimmung heben. Langfristig baut Bewegung Stresssymptome ab, macht lockerer und zufriedener. Eine Stunde pro Tag soll bei Depression das Antidepressivum ersetzen können.

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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