
Operation und Wechseloperation
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Um den Patienten mit möglichst geringen Verletzungen bei gleichzeitig höchster Präzision versorgen zu können, werden immer häufiger zwei Techniken kombiniert.
Gerade der Einbau eines Kniegelenks bleibt ein anspruchsvoller Eingriff, da es komplizierter ist als alle anderen Gelenke. Es gilt als schwierig, den Einfluss einer Operation auf das Kniegelenk mit seinen Knorpeln und Kreuzbändern, die für die Gleit- und Drehbewegungen verantwortlich sind, zu messen. Andererseits ist das exakte Platzieren der Implantate entscheidend für eine gleichmäßige Belastung und damit Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit des künstlichen Gelenks.
Um den Patienten mit möglichst geringen Verletzungen bei gleichzeitig höchster Präzision versorgen zu können, werden daher immer häufiger zwei Techniken kombiniert, die sich unabhängig voneinander inzwischen auch bei der Knieendoprothetik bewähren: die minimalinvasive Chirurgie (MIC) und die computerassistierten Navigationssysteme (CAS). Diese „Ehe“ soll allen Beteiligten nur Vorteile bringen:
Noch gehört beides allerdings nicht zum Standard bei der Endoprothetik fürs Knie.
Allein der Erfolg in der minimalinvasiven Chirurgie ist von vielen Faktoren abhängig:
Beim Patienten von der Muskelkraft und dem Ausmaß des Schadens. „Außerdem sollte er nicht am Knie voroperiert sein und einen akzeptablen BMI aufweisen“, so Dr. Wolfgang Klauser, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Endo-Klinik Hamburg.1 Weitere Auswahlkriterien sind die Qualität des Bindegewebes, der Grad des Knochenschadens sowie die präoperative Beweglichkeit.
Der Operateur braucht langjährige Erfahrung, chirurgisches Können und spezielle Fortbildungen in ausgewählten Zentren. Denn nur durch Erlernen von spezifischem Know-How können erfahrene Operateure ein Implantat so einbringen, als hätten sie einen großen Zugang vor sich.
Chirurgische Navigationssysteme unterstützen den Arzt mit wichtigen Zusatzinformationen zur Anatomie des Patienten, und das vor allem in Bezug auf die Ausrichtung der mechanischen Achse. Diese Achse ist eine Gerade, die durch das Zentrum des Hüftkopfes und die Mitte des Sprunggelenks verläuft. Wichtig ist, dass die Mitte des Knies auf dieser Achse liegt. Falls nicht, wird das künstliche Gelenk später ungleich belastet und dadurch besonders stark abgerieben.
Zusätzlich berücksichtigt der Navigator die Bänder und Kapseln im Knie. Sind die Bänder mit der Zeit kürzer geworden, kann der Arzt dies mit dem Navi feststellen und korrigieren.
Dass eine Navigation die Ausrichtung der Achse und die Platzierung der einzelnen Komponenten verbessert, konnte in vielen Studien bewiesen werden.
Vor der Operation wird Ihr Arzt anhand der Untersuchungsdaten und einem speziellen Röntgenbild eine Operationsplanung durchführen, bei der die Größe, Lage und Art der Fixierung des Implantats festgelegt wird. Auch eine eventuelle Fehlstellung der Beinachse wird berücksichtigt und gegebenenfalls gleich mit korrigiert. Und dann? Lesen Sie das Wichtigste hierzu beim künstlichen Hüftgelenk.
Obwohl die heutigen Endoprothesen so lange halten, ist eine vorzeitige Wechseloperation (Revision) nicht unwahrscheinlich. Lesen Sie das Wichtigste hierzu beim künstlichen Hüftgelenk.
„Immerhin jeder fünfte Patient ist mit seiner Knieendoprothese unzu-
frieden“, so Dr. Klauser2 und stellt fest, dass der häufigste Grund für Revisionen am Knie die Fehlplatzierung der Komponenten sei. Für Patienten, denen eine Operation am Kniegelenk bevorsteht, lohnt es sich also durchaus herauszufinden, welche Klinik mit einem computer-
assistierten Navigationssystem arbeitet.
Aktion Meditech: Computerassistierte Navigationssysteme Kniegelenkersatz, Hintergrundinformation
Zimmer Germany: CAS – Computer Assisted Solutions, Presseinformation 2005, Stand: 28.06.2007
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1 5. CAS & MIS-Meeting: „Innovation und Tradition“, Fachpressemitteilung,
Zimmer Germany 2005, Stand: 17/12/2007
2 Ebda.
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
Meniskusverletzungen entstehen in
jedem Alter – akut bei Sportunfällen
oder langfristig durch Verschleiß.
Frauen sind anders. Frauenknie auch. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis man(n) das bei der Entwicklung von Kunstgelenken berücksichtigen würde.