
Nach der Operation
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Die Nachbehandlung richtet sich nach der Art und dem Ausmaß des Schadens und nach der Operationsmethode.
Einen Standard-Zeitplan gibt es nicht, denn die Heilungsprozesse und Schmerzzustände sind bei jedem Patienten unterschiedlich. Dennoch hat ein frühzeitiger Start zurück ins tägliche Leben und später zur sportlichen Belastbarkeit einen hohen Stellenwert. Deshalb ist Ihre aktive Mitarbeit zu jedem Zeitpunkt erwünscht.

(panthermedia.net © F. Röder)
Die Heilung beginnt nach der Operation und dauert bis zu einem halben Jahr. Das Behandlungsschema und die regelmäßigen Nachunter-
suchungen werden mit dem Operateur abgestimmt. Drei Maßnahmen sind jedoch obligat:
Die volle Belastung kann beginnen, sobald Sie es vom Schmerz her vertragen. Bei Bedarf gibt es ein Schmerzmittel. Während der Physio-
therapie wird die Orthese abgenommen. „Sobald die Patienten 95 Grad erreichen, lassen wir sie ohne Widerstand aufs Standrad und beginnen frühzeitig mit Gleichgewichtsübungen und Koordinationstraining“, so Professor Benedetto, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie, in einem Interview mit Jatros Unfallchirurgie & Sport-
traumatologie, Ende Dezember 2007.1
Ob diese oder andere Maßnahmen, für alle muss gelten, dass sie den Einheilungsprozess berücksichtigen: Zu schnell zu viel ist keine gute Idee. Für die Rückkehr zum (Leistungs)Sport gilt ganz allgemein: Das Knie muss stabil und reizfrei sein und darf keinen Gelenkerguss haben.
Nach der Teilentfernung
geht es darum, möglichst rasch wieder Muskelkraft aufzubauen, Knie-
schwellungen zu verhindern und das Knie bald wieder voll strecken zu können. Das gelingt mit Kühlen/Hochlagern und isometrischen Übungen für die Oberschenkelmuskulatur unter krankengymnastischer Anleitung. Sobald Sie schmerzfrei sind, ist eine Vollbelastung möglich und ein Gleichgewichts- und Koordinationstraining verbessert die Kniestabilität. Nach vier bis sechs Wochen können Sie wieder Sport treiben, welchen, wird sich in einer Beratung herausstellen.
Nach einer Meniskusnaht
ist die Reha aufwendiger, da das Gewebe drei bis sechs Monate heilt und das Knie für diese Zeit nicht für erhebliche Belastungen geeignet ist. In den ersten sechs Wochen darf nur isometrisch geübt werden. Außerdem müssen Sie eine Bewegungsschiene tragen (siehe Kreuzband).
Wer ein künstliches Kniegelenk erhält, ist nicht krank und gehört nicht ins Bett, sondern so schnell wie möglich auf die Beine. Lesen Sie das Wichtigste hierzu beim künstlichen Hüftgelenk.
Gesellschaft für orthopädisch-traumatologische Sportmedizin, GOTS:
Kohn, D.: Meniskusteilentfernung und Sportfähigkeit. Pressemitteilung, 08.08. 2005;
Dann, K.: Jahrestreffen 2006, Zusammenfassung: Update Kniegelenk. Zürs am Arlberg, 30.03 bis 02.04.2006
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1 Dominkus, C.: Das rupturierte vordere Kreuzband. Jatros
Unfallchirurgie & Sporttraumatologie/universimed.com,
31.12.2007
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Zuletzt geändert: 20.10.2008
Meniskusverletzungen entstehen in
jedem Alter – akut bei Sportunfällen
oder langfristig durch Verschleiß.
Frauen sind anders. Frauenknie auch. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis man(n) das bei der Entwicklung von Kunstgelenken berücksichtigen würde.