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Was schützt, was nicht?

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Bild zum Thema Orthopädie, Muskelskelettsystem, Was schützt?

(photocase.com © Venture)

Was schützt, was nicht? Risiko- und Schutzfaktoren

Es führen immer mehrere Risikofaktoren zum akuten und chronischen Bewegungsschmerz.

Diese Aussage stimmt jedoch erst, wenn schützende und damit präventive Einflusse fehlen. Dann ist der Bewegungsapparat ein Tummelplatz für zahlreiche bio-psycho-soziale Risikofaktoren.

Risikofaktoren

  • Alter über 50 bzw. altersbedingter Verschleiß
  • Körperlich stark beanspruchende Tätigkeiten (Heben/Tragen schwerer Lasten, Arbeit in Zwangshaltungen, stereotype Bewegungsabläufe)
  • Arbeitsstress
  • Andauernd sitzende Tätigkeiten
  • Übergewicht
  • Schwache Rückenmuskulatur
  • Schlechter allgemeiner Trainingszustand
  • Schlechte allgemeine Gesundheit
  • Innere und äußere Verspannungen
  • Angeborene und erworbene Fehlstellungen der Füße, Beine, Wirbelsäule, Zähne
  • Fehlhaltungen
  • Beinlängen-Differenzen
  • Hormonelle Dysbalancen
  • Starkes Rauchen
  • Seelischer Dauerstress, Ängste, Depressionen
  • Ungeeignetes Schuhwerk

Schutzfaktoren

  • Gute Bildung
  • Berufliche Qualifikation
  • Arbeitszufriedenheit
  • Lebenskompetenzen
  • Normalgewicht
  • Seelisches Wohlbefinden
  • Kondition durch regelmäßige Bewegung
  • Gezieltes Training der Rücken-, Bauch- und Schultermuskulatur
  • Selbstkontrolle
  • Abwechslungsreiche Ernährung
  • Häufiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen, sich bewegen, zwischen aufrechtem Sitzen und Entlastungshaltungen („Lümmeln“)
  • Körpergerecht heben (aus der Hocke aufrichten, niemals aus dem Rundrücken), körpernah halten, korrekt tragen (beide Körperseiten gleichmäßig belasten)
  • Rückengerechte Verhältnisse im direkten Umfeld, vor allem durch die richtige Auswahl von Büro- und Polstermöbeln, Autositzen, Betten, Schuhen.

So weit, so gut. Allerdings erkennen viele Menschen erst durch bittere eigene Erfahrungen, dass gute Gesundheit mehr ist als das Einhalten bestimmter Richtlinien. Auch das Wissen um die Risiken bestimmter Handlungen genügt meist nicht. Wer das „Projekt Gesundheit“ angehen will, braucht ein Bewusstsein für Prävention und Kompetenz. Kompetente Patienten wissen, dass sie sich selbst und die eigenen Lebensumstände steuern und gestalten können – und tun das gern.

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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