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Stationäre Rehabilitation

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Stationäre Rehabilitation: Therapien-Mix

Die stationäre Rehabilitation ist für Arthrosekranke wichtig, wenn es darum geht, sie wieder am Berufs- und Privatleben teilhaben zu lassen.

Aus Sicht der Rentenversicherer ist Arthrose eine ständige Heraus-
forderung, die etwa ein Viertel aller Rehabilitationen des Muskel-
Skelett-Systems ausmacht. „Die Zahl der stationären Leistungen lag in den letzten Jahren bei 60.000 pro Jahr“, so Dr. Axel Reimann, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, auf dem Welt-Rheuma-Tag 2007 im Oktober in Berlin. Hinzu komme ein wachsender Anteil ganztägig ambulanter Maßnahmen.

Für stationäre wie für ambulante Leistungen zur Rehabilitation steht ein differenziertes Netz von Einrichtungen zur Verfügung, zum Beispiel spezielle orthopädische/rheumatologische Kliniken, die stets inter-
disziplinär arbeiten, um ein bestmögliches Behandlungsergebnis und die größtmögliche Heilungschance zu erreichen.

Von A bis T

In aller Regel wird ein multimodales Therapiekonzept angewandt, das heißt, es werden verschiedene therapeutische Möglichkeiten miteinander verbunden. Dies sind vor allem

  • Akupunktur
  • Balneotherapie (kurmäßige Bäder-Therapie)
  • Bewegungs- und Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Psychotherapie
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

sowie gegebenenfalls Maßnahmen aus der Orthopädietechnik.

Rehabilitationsziele im Bereich Orthopädie/Rheumatologie:1

  • Rückgewinnen der Normalfunktion
  • Normalisierung oder weitgehende Normalisierung motorischer Funktionen für Statik und Dynamik
  • Verbessern der Mobilität
  • Verbessern der Ausdauerleistung
  • Erlernen von Kompensationsfähigkeit zur Bewältigung des Alltagslebens
  • Schmerzreduktion bzw. Schmerzbefreiung
  • Motivation zur eigenständigen Sekundärprävention
  • Sozialmedizinische Beurteilung und individuelle Rückführung in das Erwerbsleben, Bemühen um einen leistungsgerechten Arbeitsplatz
  • Information, Aufzeigen und Anleiten zu sportlichen oder Freizeitaktivitäten zur Sicherung des Rehabilitationsergebnisses und zur Besserung der Lebensqualität
  • Information über ambulante Nachsorge, Selbsthilfegruppen.

Nachsorge

Eine Überleitung zur weiteren ambulanten Behandlung kann sinnvoll sein, wenn die Reha-Ziele noch nicht erreicht sind. Die Rentenversicherer haben für Arthrosekranke spezielle Nachsorgekonzepte entwickelt, zum Beispiel die „Intensivierte Rehabilitationsnachsorge“ IRENA.

 

____________________

1 Verband Deutscher Rentenversicherungsträger,
   Reha-Kommission: Abschlussberichte – Band III, Arbeitsbereich
   „Rehabilitationskonzepte“, Teilband 1: „Krankheiten des
   Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes“

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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