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Für wen nicht?

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Für wen nicht? Klares Njet

Für eine HRT gelten absolute und relative Gegenanzeigen, die in den Fachinformationen nach dem „Worst-case“-Prinzip gelistet sind.

Eine Östrogen-Gestagen-Therapie verfolgt das hohe Ziel, einerseits alle Beschwerden zu lindern, die Sie aufgrund des Funktionausfalls der Ovarien und dem damit verbundenen Hormonmangel belasten. Andererseits gibt es Empfehlungen gegen eine solche Therapie, sogenannte Kontraindikationen. Das sind

  • Brustkrebs,
  • Gebärmutterschleimhautkrebs,
  • Lebererkrankungen,
  • ungeklärte vaginale Blutungen,
  • Thromboembolie,
  • Nierenerkrankungen,
  • Überempfindlichkeit gegen Arzneimittel-Bestandteile.

Beim Brustkrebs gibt es mittlerweile Einschränkungen: Betroffenen Frauen werden Hormone nicht mehr grundsätzlich verweigert.

In der Women's Health Initiative (WHI) ergaben sich als wichtigste Risiken:

  • Venenthrombosen und Schlaganfälle,
  • in hohem Alter auch Herzinfarkte.

In direktem Zusammenhang damit stehen als weitere wichtige Risiken

  • Diabetes,
  • Hochdruck,
  • Fettstoffwechselstörungen,
  • Rauchen.

Weitere häufige Risikogruppen sind Frauen mit

  • Schilddrüsenerkrankungen,
  • Leber-/Gallenwegserkrankungen.

Als relative Gegenanzeigen gelten

  • Porphyrien (erbliche Stoffwechselerkrankungen),
  • Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung).

Allerdings: Wenn die betroffenen Frauen massiv leiden, ist eine HRT trotzdem denkbar.

 

Quellen:

Anwendungsempfehlungen zur Hormonersatztherapie im Klimakterium und in der Postmenopause. Stand: September 2006:
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe;
Berufsverband der Frauenärzte;
Deutsche Menopause Gesellschaft;
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und –medizin;
Deutsche Gesellschaft für Senologie

Rabe T. et al.: Hormonersatztherapie – Nutzen und Risiken. Der Gynäkologe, Volume 38, Number 3/März 2005

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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