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Therapie morgen

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Bild zum Thema Gynäkologie und Geburtshilfe, Stammzellen aus Narbelschnurblut, Therapie morgen

Therapie morgen: Unterstützen, wiederherstellen, heilen

Denkbar sind Stammzelltherapien im Prinzip für alle Erkrankungen, bei denen es zum Absterben von Zellen kommt.

Nabelschnurblut enthält Vorläuferzellen für verschiedene Arten von Zellen, zum Beispiel Nerven-, Knochen- oder Muskelzellen, wodurch sie sich gut für die Therapie eignen. Internationale klinische Studien zeigen, dass der Einsatz von Stammzellen künftig bei verschiedenen Erkrankungen Erfolg versprechend sein kann. Beispiele:

  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Diabetes Typ 1, Multiple Sklerose, Arthritis),
  • Herzinfarkt,
  • frühkindliche Hirnschäden,
  • Angeborene Herzklappenfehler,
  • Blasenschwäche (Harninkontinenz),
  • Nierenversagen (Niereninsuffizienz),
  • Knorpelschäden der Wirbelsäule,
  • Chronische Wunden der Haut und Verbrennungen.

Ein neues Feld: Die Regenerative Medizin

Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaftler an der Anwendung von Stammzellen im Bereich der Regenerativen Medizin. Die Regenerative Medizin ist ein relativ neues Feld in der Biomedizin, sie befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung medizinischer Therapien, die das Ziel haben, erkrankte Gewebe zu heilen, wiederherzustellen oder die natürliche Regeneration von kranken und verletzten Organen zu unterstützen. Zwei Schwerpunkte dieses Gebiets sind das Züchten von Gewebe- und Zellverbänden (Tissue Engineering) und die Zelltherapie. In der Zelltherapie werden Stammzellen verwendet, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren oder um individuellen Gewebe- und Organersatz für Patienten herzustellen.

Zwar befinden sich die meisten Verfahren noch im tierexperimentellen Stadium, aber vereinzelt werden tatsächlich schon Therapien beim Menschen angewandt.

Beispiele für erste Erfolge im Tierexperiment sind:

  • Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (z.B. Alzheimer, Parkinson),
  • Regeneration nach Schlaganfall,
  • Herstellung von Organersatz bei Nieren-, Leber-, Lungenschäden.

All die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind der erste Schritt zur Entwicklung von Stammzelltherapien für den Menschen.

Beispiele für erste Erfolge beim Menschen sind:

  • An der Universität Rostock werden in klinischen Studien Injektionen von Stammzellen aus dem eigenen Knochenmark nach einem Herzinfarkt im Rahmen einer Bypass-OP gegeben. Erste Ergebnisse sind vielversprechend: Die Patienten haben weniger Atemnot, verspüren keinen Brustschmerz mehr und die Pumpleistung des Herzens ist höher als bei alleiniger Bypass-OP.
  • Auch Kieferknochen, die mit Hilfe von Stammzellen „gezüchtet“ worden sind, konnten schon beim Menschen transplantiert werden.1

Aktuelle Studien in den USA gehen davon aus, dass „künftig“ einer von 200 Menschen bis zum Alter von 70 Jahren eigene oder fremde Stammzellen zu Therapiezwecken erhalten wird.2

 

___________________

1 Warnke PH et al.: Growth and transplantation of a custom vascularised
   bone graft in a man. Lancet 2004; 364: 766-70

2 Nietfeld, J.J. et al: Lifetime Probabilities of Hematopoietic Stem Cell
   Transplantation in the U.S. Biology of Blood and Marrow Transplantation,
   Volume 14, Issue 3, Pages 259-364 (March 2008)

 

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Zuletzt geändert: 20.10.2008

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finden Sie bei der größten privaten Nabelschnurblutbank Deutschlands, VITA 34. Das Unternehmen wurde 1997 von Ärzten in Leipzig gegründet, es beschäftigt sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Langzeitkonser-
vierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut.

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