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Stammzellen aus Nabelschnurblut

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Stammzellen aus Nabelschnurblut: Was sind Stammzellen?

Dass Menschen künftig gesund altern, ist ein Traum, an dem viele Mediziner arbeiten. Wer Krankheiten heilen oder Organe erneuern will, kommt am großen Thema Stammzellforschung nicht vorbei. Sogenannte adulte Stammzellen sind neben den embryonalen Stammzellen derzeit die großen Hoffnungsträger in der regenerativen Medizin. Welche Rolle das Nabelschnurblut dabei spielen kann, zeigt ein Special, das Ihnen von der Nabelschnurblutbank VITA 34 präsentiert wird.

 

Bild zum Thema Gynäkologie und Geburtshilfe, Stammzellen aus NarbelschnurblutWer ein Kind erwartet, auf den strömt eine Menge Neues ein. Plötzlich dreht sich alles um Ultraschallbilder, Babykleidchen und den richtigen Vornamen. Zu einer Rundum-Vorsorge gehört für immer mehr Eltern heute auch, das Nabelschnurblut ihres Kindes aufzubewahren. Grund: die darin enthaltenen Stammzellen.

Stammzellen sind Ursprungszellen, sie lassen aus einem Zellhaufen einen Embryo entstehen, aus einem Kind einen Erwachsenen. Stammzellen bewahren beziehungsweise erneuern während unseres gesamten Lebens Körperstrukturen und -funktionen. Stammzellen helfen uns aktiv dabei, gesund zu bleiben, indem sie ganz von allein Verletzungen reparieren und defekte Zellen ersetzen. Kurz: Stammzellen sind Zellen mit besonderen Fähigkeiten.

Natürliche Alleskönner

Stammzellen können

  • sich praktisch unbegrenzt vermehren und selbst erneuern;
  • sich zu den etwa 200 verschiedenen Zellarten des Körpers – wie Nerven-, Leber- oder Herzmuskelzellen – entwickeln. Ein eigenständiger Organismus kann aus ihnen jedoch nicht mehr entstehen. Nur aus den Zellen von sehr frühen Embryonen können sich durch Teilung Lebewesen entwickeln. In der Natur geschieht dies spontan, wenn sich ein Embryo zu eineiigen Zwillingen teilt.

Stammzellen müssen auf vielfache Weise in der Lage sein, während eines langen Lebens Körperstrukturen und -funktionen zu erhalten. Beispielsweise werden die Zellen der Magenschleimhaut jede Woche erneuert, die roten Blutzellen im Abstand von etwa hundert Tagen. Andere Stammzellen werden bei Verletzungen oder Krankheiten aktiviert, um Schäden zu reparieren.

Je nach Herkunftsort der Stammzellen unterscheidet man embryonale und adulte Stammzellen.

Embryonale Stammzellen

Sind die ersten Stammzellen in der Entwicklung menschlichen Lebens. Embryonale Stammzellen werden wenige Tage alten Embryonen entnommen, die bei einer künstlichen Befruchtung gewonnen, aber nicht mehr für eine Schwangerschaft benötigt werden („überzählige Embryonen“). Für die Grundlagenforschung sind sie seit etwa 25 Jahren interessant, weil sie Antworten auf Fragen nach der Entstehung von Krankheiten bergen.

Für die Ethik sind embryonale Stammzellen problematisch, da sie genetisch veränderbar sind. Alle Zellen, die sich aus einer einzigen veränderten Stammzelle bilden, tragen nun jene genetischen Veränderungen. Auf diese Weise kann man tierische – und im Prinzip auch menschliche – Klone herstellen, die sich vermehren und die Veränderung an ihre Nachkommen weitergeben. Um die Schaffung genetisch identischer Menschen zu verhindern, gibt es in Deutschland seit 1990 das Embryonenschutzgesetz. Es verbietet das Klonen, auch das therapeutische Klonen.

 

Was die Forschung mit embryonalen Stammzellen angeht, ist dies nicht nur in bezug auf das Klonens ethisch bedenklich. Es ist in Deutschland auch verboten, embryonale Stammzellen zu gewinnen und an Linien zu forschen, die nach dem neu geregelten Stichtag 1.5.2007 erzeugt wurden, weil dafür Embryonen getötet werden müssen. Hier ist also insbesondere das Anfang April 2008 novellierte Stammzellgesetz relevant.

 

Adulte Stammzellen

Nach der Geburt sind alle Organe eines Säuglings grundsätzlich vollständig ausgebildet und funktionsfähig. Das bedeutet aber nicht, dass sich an der Gewebestruktur und der Zusammensetzung der Zellen nichts mehr ändert. Vielmehr laufen während unseres gesamten Lebens Umbau- und Reparaturprozesse ab: So werden innerhalb von sieben Jahren beim Menschen etwa 90 Prozent der Körpersubstanz neu erstellt. Und über die Stammzellen der Haut werden wir quasi runderneuert.

Verantwortlich für den Nachschub an den dafür nötigen Ersatzzellen sind adulte Stammzellen. In über 20 Organen und Geweben wurden sie inzwischen identifiziert. In Organen mit hoher Erneuerungsrate (z.B. Blut oder Darm) sind mehr Stammzellen, in anderen, weniger teilungsaktiven Organen (z.B. Herz) sind meist nur wenige Stammzellen vorhanden.

Im Gegensatz zur Gewinnung embryonaler Stammzellen ist die Gewinnung von adulten Stammzellen ethisch unbedenklich, das ist ihr großer Vorteil, neben ihrer Eigenschaft, dass sie anders als embryonale Stammzellen nicht die Eigenschaft haben, zu entarten. Adulte Stammzellen sind reichlich im Knochenmark und Blut zu finden, beim Neugeborenen im Nabelschnurblut. Aus anderen Geweben sind die Zellen nur schwer herauszulösen – auch, weil es dort nur sehr wenige gibt. 

Das Nabelschnurblut eines Kindes enthält wertvolle Stammzellen, die schon heute eingesetzt werden, um Erkrankungen wie Störungen bei der Blutbildung beim Kind selbst oder bei einem schwer kranken fremden Empfänger zu behandeln. Zudem eröffnet die Entwicklung moderner Therapieverfahren weitere neue Anwendungsgebiete. So zeigt die aktuelle Forschung, dass Stammzellen auch die Heilung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Nervensystems bewirken können.

Weitere Informationen

Die größte private Nabelschnurblutbank in Deutschland ist VITA 34. Das Unternehmen wurde 1997 von Ärzten in Leipzig gegründet, es beschäftigt sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Langzeitkonservierung von Nabelschnurblut-Stammzellen. Der Unternehmensname leitet sich ab vom lateinischen vita (Leben) und CD34, einem Marker für Blutstammzellen. Im Internet:

In den meisten Kliniken Deutschlands kann nach der Geburt Nabelschnurblut entnommen werden. Eine Klinikübersicht finden Sie im Internet unter:

 

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Zuletzt geändert: 13.11.2008

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